domenica, settembre 14, 2008

EM und Burgenland

Im Juni fing dann ja auch endlich die EM an. Ich war natürlich vorbereitet, hatte die Chips- und Bier-Vorräte aufgestockt und das Kicker-Sonderheft erworben. Es war schon seltsam, dass mein Haupt-Fußballmitgucker nicht dabei war, und ich hatte doch so einige Momente - eigentlich bei jedem Tor, das gefallen ist - wo ich mir dachte "jetzt musst du Papa anrufen". Davon abgesehen, hat mir die EM aber schon viel Spaß gemacht, und es wurde ja auch ziemlich ansprechender Fußball geboten. Public Viewing bot sich ja aufgrund des Wetters nicht so an, ich war nur einmal in der Muffathalle, als Revolverheld aufgetreten sind und ich mich danach noch kurz mit Niels und Kristoffer getroffen hatte. Außerdem feierte Michi zwischendurch noch seinen Geburtstag, mal wieder ein sehr schönes Fest.

Dann aber kam der interessante Teil der EM. Nachdem ich einige Schwierigkeiten hatte, die Karten für Russland-Schweden in Innsbruck an den Mann zu bringen, erklärten sich zum Glück Olga und Vladimir bereit, mitzukommen und mit dem Auto zu fahren. So musste ich mich nicht mit der Bahn rumärgern und auch nicht unter der Brücke schlafen (da der einzige Mensch, den Kaddi und ich in Innsbruck kennen, sich ungünstigerweise in Australien befand). Kaddi kam mit dem Zug von Mailand und wir trafen uns dann an unseren Plätzen. Wir waren ja eigentlich eher für Schweden, aber das war ja mal garnichts. Freddie Ljungberg sollte sich vielleicht besser auf die Unterwäschewerbung konzentrieren, und der Rest der Mannschaft hat sich auch nicht besser angestellt. Russland war allerdings auch ziemlich gut, und da wir eher in der Nähe des Russland-Blocks saßen, war das dann auch nicht so schlimm. Ein einziger Schwede saß in unserer Ecke, sprich neben Kaddi, und er allein war fast so laut wie die ganzen Russen um uns rum. Insgesamt war es aber auf jeden Fall ein Erlebnis, und wir hatten sehr viel Spaß.

Am nächsten Tag ging es dann gleich weiter, wir hatten ja auch noch Karten für Kroatien-Türkei in Wien am Freitag, und da Jürgen Bekannte im Burgenland hat, haben wir die Gelegenheit für einen kleinen Familienausflug genutzt. Zu Fünft im Auto machten wir uns auf den Weg. Das Wetter war mittlerweile deutlich besser geworden, und wir nutzen die Hinfahrt für Zwischenstops in Stadlpaura, St. Florian und Melk. Michi übernahm das Kulturprogramm und erzählte uns alles wichtige über die Kirchen und Klöster, die wir anschauten. Auf dem Weg nach St. Florian mussten wir dann natürlich auch ausgiebig Bruckner hören, um uns schonmal einzustimmen. Mir persönlich hat aber die Kirche in Stadlpaura am besten gefallen, nicht nur, weil sie rosa war. In Melk nahmen wir dann noch ein Eis zu uns, und dann ging es nach Deutschkreuz. Abends gab es dann lecker Grillsachen bei den Bekannten von Jürgen, bevor wir uns das Deutschland-Spiel auf der Großbildleinwand im Garten zu Gemüte führten. Dank Jürgens Bruder waren wir auch perfekt ausgerüstet mit lustigen Hüten, Hawaiiketten und ähnlichen Fanartikeln. Das Spiel war dann auch super, auch wenn ich mit meinem Tip (2:0 für Portugal) eher daneben lag, aber den Verlust von 2€ kann ich verschmerzen. Das einzig Negative an dem Abend waren die Mücken, die nicht nur viel größer waren als sonst, sondern auch superagressiv. Obwohl es 25° lagen wir zum Schluss bis zum Kinn eingepackt unter Decken und hatten alle nicht bedeckten Körperteile flächendeckend mit Autan eingeschmiert, aber das hat die Viecher überhaupt nicht interessiert und wir wurden total zerstochen. Am Freitag fuhren wir dann ein bisschen in der Gegend herum und schauten uns das Geburtshaus von Franz Liszt an (und hörten natürlich Lizst zur Einstimmung) und eine Werkstatt, in der noch traditioneller Blaudruck betrieben wird.

Am frühen Abend machten Jürgen, Georg (unser Gastgeber) und Kaddi uns dann auf den Weg gen Wien, zum Spiel. Anfangs gab es erstmal Ärger, weil ein völlig zugedröhnter Kroate auf einem unserer Plätze saß und sich nicht mal von den Ordnern dazu bringen ließ, den Platz zu räumen, Wir fanden dann aber andere Plätze - die auch viel besser waren als die ursprünglichen - deckten uns mit (alkoholfreiem - Bier ein und dann ging es los. Wir waren ja eher für die Türken, haben uns das aber nicht wirklich anmerken lassen, denn um uns rum waren ausschließlich kroatische Fans. Eigentlich waren ungefähr 90% des Stadions fest in kroatischer Hand, bis auf den türkischen Block. Die Stimmung war jedenfalls super, die kroatischen Fans haben durchgehend gesungen, auch wenn das Spiel ja eher nicht so toll war. Dann auch noch Verlängerung, und auch die war eher unspannend, zumindest bis kurz vor Schluss. Das aufregendste an dem Spiel bis dahin waren eigentlich nur eine Schlägerei im kroatischen Block und ein paar bengalische Feuer, die direkt neben uns brannten. Das Elfmeterschießen war dann natürlich wieder eher spannend, aber auch da zeichnete sich ziemlich schnell ab, wer gewinnt. Danach waren wir anfangs etwas in Sorge, wie die kroatische Mehrheit im Stadion das Ergebnis aufnimmt, aber die Stimmung war immer noch toll und wir sind problemlos zur U-Bahn und dann zu unserem Auto gekommen. Anschließend ließen wir den Abend dann noch bei ein paar Gläsern Wein in Georgs Garten ausklingen und gingen dann ins Hotel.

Am folgenden Tag stand dann eine Draisinentour an. Bei strahlendem Sonnenschein und 30° strampelten wir also auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke und machten ab und zu Jürgen auf eine Schranke aufmerksam, zu der er dann hinsprintete und sie öffnete. Natürlich waren auch ein paar Pausen vorgesehen, um sich von der ungewohnten körperlichen Anstrengung zu erholen. Die Fahrt war jedenfalls superlustig, zumindest nachdem Kaddi und ich erkannt hatten, dass wir nicht in unmittelbarer Lebensgefahr schwebten, wenn wir mit Vollgas auf eine Schranke zufuhren. Abends wurde dann wieder gegrillt und wir schauten natürlich Fußball. Sonntag ging es dann wieder zurück nach München.

Das Finale schauten wir dann bei Olli und Toni auf der Terrasse, das war - bis auf das Ergebnis natürlich - auch ein toller Abend, und wir hatten sehr viel Spaß. Insgesamt fand ich die EM jedenfalls super und Spanien hat den Titel wirklich verdient.

Fotos aus dem Burgenland folgen extra, dieser Post ist eh schon viel zu lang geworden.

Herz-Jesu-Feuer

Ende Mai ging es dann wieder nach Grän, damit ich jetzt endlich mal die Herz-Jesu-Feuer sehen konnte. Als ich gerade nach München gezogen war, also vor 8 Jahren, hatte mir Michi mal davon erzählt, und seither wollte ich da immer schon mal hin. In den Jahren zuvor war mir immer irgendwas dazwischen gekommen, aber diesmal hat es tatsächlich geklappt. Ich fuhr also mit Mama und Nona nach Grän. Aufgrund des eher nicht so tollen Wetters hatten wir eigentlich schon befürchtet, dass die Feuer diesmal ausfallen, weil es zu gefährlich sein könnte, aber wir hatten Glück. Es sieht schon spektakulär aus, wenn ganze Bergkämme erleuchtet sind, und auch die Herzen und ein großes Jesusbild sahen super aus. Ich muss auch sagen, ich habe noch nie soviele Fußgänger im Tal gesehen wie an diesen beiden Abenden. Ansonsten haben wir uns ein sehr entspanntes Wochenende gemacht. Ich hoffe jedenfalls, dass ich es nächstes Jahr wieder zu den Herz-Jesu-Feuern nach Grän schaffe.
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Der Mops hat Geburtstag

Ende Mai begab ich mich nach Milano, immerhin ist der Mops ja auch schon ein Vierteljahrhundert alt geworden.

Am Freitag abend haben wir dann nicht mehr viel gemacht, außer essen, und Lena kam dann noch mit einem Kuchen vorbei, den wir dann um 12 natürlich probieren mussten. Am nächsten Tag stürmten Kaddi und ich dann erstmal das Einkaufszentrum bei ihr um die Ecke, um ein wenig zu shoppen. Leider war das Wetter nicht ganz so, wie man sich das in Italien vorstellt, es war eher kalt und regnerisch, aber da muss man durch.

Abends waren Lena, Kaddi und ich dann lecker essen, und machten uns danach auf ien Weg ins Living, um den einen oder anderen Cocktail zu uns zu nehmen. Dort trafen wir dann auch auf Kaddis Mitbewohnerinnen. Aufgrund der charmanten Barkeeper und eines strategisch günstigen Platzes direkt an der Bar hatten wir dann einen sehr schönen Abend. Wie man es von uns so gewohnt ist, waren wir mal wieder die Letzten. Ungünstigerweise hatten wir dabei nicht wirklich bedacht, dass die Tram um diese Zeit ja garnicht mehr fährt, und gingen dann zu Fuß nach Hause - gut, dass ich die hohen Schuhe anhatte... War aber ein ganz toller Abend, und ich verstehe jetzt sehr gut, warum die Mädels so oft da sind.

Am Sonntag machten wir dann einen Abstecher zum MB-Center, damit ich mir mal anschauen konnte, wo die Mädels arbeiten, und nahmen im dort befindlichen Café unser Frühstück ein. Nachmittags machte Lena dann ihre sensationelle Lasagne, und da die Sauce ja einige Stunden köcheln muss, nutzten wir die Gelegenheit für einen DVD-Nachmittag. Die Lasagne war dann mal wieder seeeehr lecker. Eigentlich war dann geplant, dass ich nach Hause fahre, aber Trenitalia hat sich mal wieder selbst übertroffen, was Verspätungen angeht, und ich entschied mich dann, die nacht lieber nochmal bei Kaddi als auf dem Bahnhof in Verona zu verbringen - ich hätte nämlich meinen Anschlusszug nur erreicht, wenn der Zug von Milano nach Verona ungefähr mit Schallgeschwindigkeit gefahren wäre. Ich liebe Bahnfahren. Stattdessen fuhr Kaddi mich dann Montag morgen vor der Arbeit noch schnell zum Bahnhof, und ich begab mich wieder zurück nach München. Von dem - nicht unerwarteten - Ärger mit der Bahn mal abgesehen, war es ein superschönes Wochenende.

domenica, maggio 04, 2008

23. Dezember 1943 - 08. März 2008
















Tschüß, Babe, Du fehlst mir ganz schrecklich.

Vielen Dank für alle Anrufe, Emails, Karten, Nachrichten, SMS, Umarmungen und an alle, die bei der Beerdigung waren.

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